Atmen und entspannen mit Musik von Chad Lawson

Atmen ist lebensnotwendig und ein unbewusster Vorgang. Wir sind manchmal atemlos. Oder Ereignisse und Dinge sind beeindruckend und atemberaubend. Eine Studie des Karolinska Institutet in Schweden hat herausgefunden, dass die Art und Weise, wie wir atmen, einen Einfluss darauf hat, wie gut unsere Erinnerungen gefestigt werden. Das Atmen durch die Nase ist dabei vorteilhafter. Die spezifischen Rezeptoren dort begünstigen die Gedächtnisleistungen. Wer Angst hat, atmet anders als jemand, der entspannt ist. Und die traditionelle Medizin betont die Bedeutung des richtigen Atmens für die Gesundheit.

Das neue Album „Breathe“ des Pianisten und Komponisten Chad Lawson lädt dazu ein, loszulassen und entspannt zu atmen.

„Jeder sollte sich zurücklehnen können, die Augen schließen und ziehen lassen, was ihn bewegt, genau das schwebte mir vor mit diesem Album“, sagt Lawson, der im amerikanischen Bundesstaat North Carolina lebt und in den letzten Jahren viel Zeit darauf verwandt hat, die Wissenschaft hinter entspannender Musik zu erforschen und ihren neurologischen Effekt. »Ich habe die Hoffnung, dass meine Musik den Menschen helfen kann, einfach auszuatmen und alles loszulassen.«

Das Album „breathe“ wurde von Lawson und dem Londoner Musiker Geoff Lawson produziert und in den legendären Abbey Road Studios aufgenommen (eben dort, wo Lawson auch „You Finally Knew“ einspielte, dessen einzigartiger Track „Stay“ 111 Wochen lang die Billboard Classical Charts anführte). Im reich orchestrierten Eröffnungsteil sind die imposanten Streicherklänge des Cellisten Peter Gregson und der Geigerin Esther Yoo zu hören sowie der Musiker des Royal Philharmonic Orchestra.

Während Lawson nachsinnt über das, was den Menschen bewegt — das starke Band wahrer Liebe (in „fields of forever“), die Zerrissenheit zwischen Familie und kreativer Arbeit (in „with you“) und das Glück der Verliebten (in „this is what love is“, dessen walzerartiger Satz perfekt die Schmetterlingsgefühle einer neuen Liebe in Töne fasst). Auf der zweiten Hälfte des Albums sind Solo-Klavierarrangements zu hören. Mit größter Feinheit formt Lawson jede Melodie.

Das Album ist bei Decca-Reccords erschienen

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Ingrid
Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen. Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.
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