Andrea Motis

Die 21-jährige Katalanin Andrea Motis spielt schon seit ihrem siebten Lebensjahr Trompete. Es gibt nur wenige junge Jazzerinnen wie Motis, die bereits über ein Dutzend Alben herausgegeben haben. Dabei ist ihr Spektrum groß – sie spielt Jazz-Klassiker, aber auch ohrwurmige Bossa Novas, die bei Andrea Motis toll und erfrischend neu klingen.
“Weiblicher Till Brönner” nennt man sie auch gerne, und sie kann es auch in Sachen Charme und Lässigkeit mit dem berühmten deutschen Jazzer aufnehmen.

Als ihre größten Einflüsse bezeichnet Andrea Motis Louis Armstrong und Chet Baker. Ihre Stimme wiederum wird oft – nicht zuletzt wegen ihres erstaunlich lässigen Timings – mit der von Norah Jones verglichen. Auf ihrem ersten Soloalbum für Impulse! Records lädt sie nun zu einem “Emotional Dance” ein. Dabei beeindruckt sie nicht nur als Sängerin und Instrumentalistin, sondern auch mit fünf erstaunlich reifen Eigenkompositionen, darunter die entspannten Bossas “Emotional Dance” und “Matilda” sowie die flotte Hardbop-Nummer “Save The Orangutan”.

Auf “Emotional Dance” singt sie wechselweise in Englisch, Katalanisch oder Portugiesisch und spielt natürlich Trompete. Aufgenommen hat sie das Album in New York unter der Regie der beiden erfahrenen Produzenten Jay Newland und Brian Bacchus mit ihrem Quintett – bestehend aus Pianist Ignasi Terraza, Gitarrist Josep Traver, Bassist und Saxophonist Joan Chamorro sowie Schlagzeuger Esteve Pi – sowie spanischen (Perico Sambeat) und US-amerikanischen Gastmusikern (Gil Goldstein, Warren Wolf, Scott Robinson und Joel Frahm). Ihren katalanischen Wurzeln huldigt Andrea Motis dabei durch Interpretationen der Sardana “La gavina” (eine Volkstanzmusik, die unter Franco lange Zeit verboten war) des Komponisten Frederic Sirés i Puig (1898-1971) und des Songs “Louisiana o els camps de cotó” der Neo-Folk-Pop-Band Els Amics de les Arts.

Andrea Motis
“Emotional Dance”

Impulse! Records

VÖ: 17.2.2017

PHOTO CREDIT
Carlos Perica

Standardbild
Ingrid
Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen. Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.
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