AM ENDE DER WELT – Kriminalroman von Sven Stricker

Ein Umzug geht immer mit Verlusten einher. Besonders Kommissar Sörensen tut sich damit schwer. Er ist gerade endgültig von Hamburg ins nordfriesische Katenbüll umgezogen. Seine Angststörung hat er mitgenommen, seine Tochter und seine Frau musste er leider zurück lassen. Das sind schlimme Tatsachen, mit denen er nun fertig werden muss.

Allerdings hegt er auch die Hoffnung, dass seine Angststörungen hier in der Ruhe ein wenig abnehmen, dass er etwas ruhiger wird in Katenbüll.
Doch sehr schnell wird er eines anderen belehrt. Im Koog wird eine Leiche gefunden, erstochen mit einem Schraubenzieher. Ausgerechnet Ole Kellinghusen, werdender Vater und ein guter Freund von Sörensen, scheint mit dem Fall in Verbindung zu stehen. Denn er ist verschwunden und war der letzte Mensch, der den Toten lebend gesehen hat.

Seine Angststörungen hat Sörensen gerade etwas besser im Griff, da passiert ein zweiter Mord. Und eigentlich ist in einigen Tagen Ostern und seine Tochter und sein Vater kommen zu Besuch. Wie soll er das alles schaffen? Zudem sind beide Ermordete Brüder, die sich jahrelang auf das Ende der Welt vorbereitet haben, nicht ahnend, dass ihr eigenes Leben schneller enden kann als gedacht.

Die zutiefst menschliche und sympathische Figur des Kommissars Sörensen bildet den Mittelpunkt der Geschichte, die eigentlich mehr ist als ein bloßer Krimi. Dem Autor gelingt es toll, dem Protagonisten, dem fiktiven Ort Katenbüll und allem Drumherum authentisches Leben einzuhauchen. Sehr unterhaltsam!

Am Ende der Welt

Autor: Sven Stricker

Verlag: Rowohlt

496 Seiten

ISBN: 978-3-499-00121-5

Sven Stricker wurde 1970 in Tönning geboren und wuchs in Mülheim an der Ruhr auf. Er studierte Komparatistik, Anglistik und Neuere Geschichte. Seit 2001 arbeitet er als freier Wortregisseur, Bearbeiter und Autor und gewann in dieser Funktion mehrmals den Deutschen Hörbuchpreis. Mit «Sörensen hat Angst» war Sven Stricker für den Glauser-Preis 2017 nominiert, die gleichnamige Verfilmung gewann 2021 den Deutschen Fernsehkrimipreis sowie den österreichischen Fernsehpreis Romy. Er lebt in Potsdam und hat eine Tochter.

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Ingrid
Kunst und Kultur, Musik und Bücher, ohne sie ist ein Leben denkbar, aber für mich sinnlos. Darum habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Es macht viel Spaß, ihn zu gestalten - ich hoffe, den Usern, ihn zu lesen. Nicht alles, was gedruckt wird, muss gelesen, nicht jedes Album gehört werden. Was die User hier finden, gefällt mir und den Gastautoren, die ab und zu Lust haben, etwas zu schreiben.
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