Worauf achten beim Kunstkauf?

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Kunst kann das Leben und den Alltag extrem bereichern. Deshalb gibt es auch viele Laien auf dem Gebiet, die den Schritt in den Kunsthandel wagen möchten. Neulinge in dem Bereich stellen sich jedoch natürlich die Frage, worauf sie bei dem Kauf eines Kunstwerkes eigentlich achten müssen.

Doch auch die alten Hasen im Kunstkauf sollten diese Frage immer wieder neu in den Fokus rücken, denn unabhängig davon, ob ein Gemälde, eine Skulptur oder ein anderes Kunstwerk erworben wird – einige Dinge sollten dabei niemals außer Acht gelassen werden.

Die Quelle

Im ersten Schritt gilt es, die Quelle des Kunstwerkes zu verifizieren. Beispielsweise kann diese in einem Händler bestehen, aber auch in dem Künstler selbst. Werden Kunstwerke von dem Künstler persönlich erworben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine Fälschung handelt, natürlich äußerst gering.

Kunsthändler müssen dagegen eine Haftung erfüllen. Es herrscht damit eine relativ große Sicherheit, dass es sich um ein authentisches Werk handelt.

Die Bezeichnung

Wesentlich problematischer als die Identifizierung der Quelle ist im Kunsthandel – besonders, wenn dieser online stattfindet – die Falschbezeichnung. Besonders auf unspezifischen Plattformen, wie beispielsweise eBay, werden oft simple Offsetdrucke unter der Bezeichnung Lithographie oder Offsetlithographie angeboten.

Allerdings werden auch weitere Kunstarten häufig unter falschen Bezeichnungen verkauft. Daher kommt es besonders für Neulinge im Kunstbereich darauf an, sich mit den bestimmten Merkmalen der unterschiedlichen Kunsttechniken vertraut zu machen. Jede Technik weist ihre ganz individuellen Besonderheiten auf, die stets mit einem kritischen Blick überprüft werden sollten. Nur so kann festgestellt werden, ob das angebotene Kunstwerk tatsächlich mit der korrekten Bezeichnung beworben wird.

Der Preis

Einen der wichtigsten Punkte im Rahmen des Kunstkaufs bildet natürlich der Preis. Schließlich möchte niemand eine Summe für ein Kunstwerk ausgeben, die nicht gerechtfertigt ist. Mit dem Preis von Alltagsgegenständen dürfen Kunstpreise allerdings niemals verglichen werden, denn diese richten sich nach verschiedenen Faktoren.

Eine Kunstpreisbindung, wie beispielsweise im Buchhandel, existiert auf dem Kunstmarkt nicht. Werden Kunstwerke allerdings in Galerien verkauft, besteht dennoch eine Art Preisbindung, da die Galeristen kaum akzeptieren werden, dass das Werk an einem anderen Ort zu einem günstigeren Preis angeboten wird.

Handelt es sich um das Werk eines Künstlers, dessen Kunstwerke in internationalen Auktionen regelmäßig gehandelt werden, kann eine Orientierung für einen gerechtfertigten Preis aus dem Mittelwert der Erlöse ermittelt werden. Allerdings muss der Auktionspreis dabei detailliert analysiert werden, denn die Zuschläge entsprechen nicht den Verkaufspreisen. Unterschiedliche Preise können darüber hinaus auch auf eventuelle Qualitätsunterschiede zurückzuführen sein.

Soll allerdings ein Kunstwerk von einem Künstler erworben werden, der auf dem Kunstmarkt noch nicht bekannt beziehungsweise etabliert ist, richtet sich der Preis grundsätzlich nach seinen eigenen Wünschen. Der Käufer kann diese Preisvorstellung so akzeptieren oder ablehnen.

Generell können die Preise, die im Kunsthandel von den Händlern verlangt werden, als gerechtfertigt angesehen werden. Die Händler versuchen in der Regel nämlich, den Künstlern zu vermitteln, welcher Preis für ihre Bilder angemessen ist.

Diese Orientierungen gelten im Übrigen auch für den Onlinehandel von Kunstwerken. Das Internet bietet viele Möglichkeiten, um Preisrecherchen durchzuführen und möglichst viele Informationen zu sammeln – darauf sollte keinesfalls verzichtet werden. Ratsam ist es natürlich generell, stets auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen.

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