VERBRECHEN nach Ferdinand von Schirach

Die etwas anderen Krimigeschichten des Strafverteidigers und Anwalts Ferdinand von Schirach werden ab dem 7. April im ZDF gezeigt.   Josef Bierbichler spielt die Rolle des Strafverteidigers Friedrich Leonhardt.

Ein Film stellt  das Gegenteil der Einsamkeit eines Schriftstellers beim Schreiben dar.  [highlight] „(….) – hunderte von Menschen sind damit beschäftigt, es ist laut und schnell. Und dann sieht der Schriftsteller den Film, seine Geschichte, so wie andere Menschen sie sehen. Es war überwältigend. Ich weiß, Deutschland gilt nicht als das Land, in dem große Serien entstehen. Jede Zeitung verweist gebetsmühlenartig auf die skandinavischen Länder oder auf die wunderbaren, epischen Serien aus Amerika wie „Mad Men“, „Homeland“ oder „Breaking Bad“. Aber ich vermute, durch diese Filme könnte sich das ändern. “ Ferdinand von Schirach [/highlight]

Sonntag, 7. April 2013, 22.00 Uhr
Fähner
Die Geschichte einer verunglückten Ehe in Süddeutschland. Ein gutmütiger Arzt heiratet eine Frau, die ihn überfordert und im Laufe der Jahre regelrecht terrorisiert. Demütigungen, Feindseligkeiten, Gewalt. Der Arzt „flieht“ täglich in seinen Garten, bis es nicht mehr geht und er seine Frau mit der Axt erschlägt. Anschließend stellt er sich umgehend der Polizei mit den Worten: „Ich hab‘ Ingrid kleingemacht.“

Regie Hannu Salonen
Buch André Georgi
Friedrich Leonhardt Josef Bierbichler
Friedhelm Fähner Edgar Selge
Ingrid Fähner Annette Paulmann
Junger Friedhelm Fähner Fabian Busch
Junge Ingrid Fähner Britta Hammelstein


Sonntag 07.04.2013, 22:45 – 23:30 Uhr

 

Tanatas Teeschale

Berliner Kleinkriminelle mit Migrationshintergrund stehlen eher zufällig eine unermesslich wertvolle Teeschale aus einer japanischen Villa und verheben sich komplett daran. Berliner Straßenkultur trifft auf eine Jahrhunderte alte, japanische Tradition, die sich mit maximaler Härte zurückholt, was ihr genommen wurde.

Buch und Regie Jobst Christian Oetzmann
Friedrich Leonhardt Josef Bierbichler
Özcan Denis Moschitto
Manolis Adam Bousdoukos
Pocol Kida Khodr Ramadan
Samir Alpa Gun
Wagner Jockel Tschiersch


Sonntag, 14. April 2013, 22.00 Uhr

Grün

Ein Abiturient verspürt den Drang, nachts Schafe zu töten. Um das merkwürdige Verhalten seines Sohnes zu vertuschen, entschädigt sein Vater die Bauern jedes Mal, wenn es geschieht. Als der junge Mann jedoch eines morgens zitternd, mit einem blutigen Messer in der Faust auf der Dorfstraße steht, durchsucht die Polizei anschließend das Anwesen der Familie. Sie finden eine Zigarrenkiste, in der sich zwei herausgeschnittene Augen und das Foto eines Mädchens aus demselben Dorf befinden. Weitere Ermittlungen ergeben, dass das Mädchen seit zwei Tagen nicht nach Hause gekommen ist.

Buch: Nina Grosse
Regie: Hannu Salonen
Friedrich Leonhardt Josef Bierbichler
Philipp von Nordeck Vladimir Burlakov
Klaus von Nordeck Jan Fedder
Angelika Petersson Bettina Zimmermann
Bauer Gericke Robert Gallinowski
Dr. Saal Sven Lehmann
Staatsanwalt Kauther Peter Jordan
Polizist Talheim Rainer Sellien


14. April ab 22.45 Uhr

Der Igel

Ein Libanese wird wegen bewaffneten Überfalls angeklagt und im Zuge einer Gegenüberstellung mit dem geschädigten Juwelier zweifelsfrei identifiziert. Zudem hat er ein Vorstrafenregister, dessen Verlesung alleine eine halbe Stunde dauern würde. Bei der Gerichtsverhandlung erwartet niemand einen anderen Ausgang als dass der Mann hinter Gitter wandert, bis der jüngste Bruder des Angeklagten in den Zeugenstand gerufen wird. Er ist der einzige von insgesamt neun Brüdern, der überhaupt keine Vorstrafen hat und wirkt außerdem leicht zurückgeblieben, weshalb niemand seine Aussage in Frage stellt – bis die Ereignisse eine überraschende Wendung nehmen.
Buch und Regie: Jobst Christian Oetzmann
Friedrich Leonhardt Josef Bierbichler
Karim Fataris Karim Chérif
Walid Fataris Hassan Chahrour
Kommissar Dalger Conrad F. Geier
Mutter Fataris Meriam Abbas
Vorsitzende Richterin Ute Willing
Staatsanwalt Matthias Bundschuh
Albert Koschintski Peter Trabener


Sonntag, 21. April 2013, 22.00 Uhr

Summertime

Die Leiche einer jungen Frau liegt auf einem luxuriösen Hotelbett, sie wurde mit der schweren Lampe von einem der Nachttische erschlagen, auf dem sich noch ein Umschlag mit fünfhundert Euro in bar befindet. Einer der wohlhabendsten Männer der Stadt verheddert sich in seiner Version der Geschichte. Schließlich gibt er zu, eine „finanzielle  Vereinbarung“ mit dem Opfer gehabt zu haben. Trotzdem besteht er darauf, mit ihrem Tod nichts zu tun zu haben, er will das Hotel schon lange vor dem Auffinden der Leiche verlassen haben. Die Tiefgarage des Hotels verfügt über eine Überwachungskamera, die diese Aussage zunächst zu widerlegen scheint – bis herausgefunden wird, dass die
Uhr der Kamera immer auf Winterzeit läuft, das Verbrechen aber während der Sommerzeitperiode stattgefunden hat. Das wiederum beweist, dass der Verdächtige die Wahrheit sagt – oder doch nicht?
Buch: Nina Grosse
Regie: Hannu Salonen
Friedrich Leonhardt Josef Bierbichler
Melanie Boheim Katja Flint
Percyy Boheim Pierre Besson
Abbas Portas Hassan Akkouch
Stefanie Becker Friederike Becht
Staatsanwalt Schmied Jürgen Schornagel


21. April ab 22.45 Uhr

Notwehr

Auf einem Busbahnhof wird ein namenloser Mann von zwei jungen Männern angegriffen. Obwohl sie mit Baseballschläger und Jagdmesser bewaffnet sind, wehrt der Mann sie ab und tötet sie mit ihren eigenen Waffen. Das Einzige, was er außer Zigaretten und auffallend viel Bargeld bei sich trägt, ist die Karte einer renommierten Anwaltskanzlei.
Die Identität des Mannes ist nicht zu klären. Er schweigt und muss wieder entlassen werden, obwohl er offensichtlich ein dunkles Geheimnis trägt.

Buch und Regie Jobst Christian Oetzmann
Friedrich Leonhardt Josef Bierbichler
Unbekannter Tomas Arana
Richter Lambrecht Gustav Peter Wöhler
Dr. Lorenz Thomas Thieme
Beck Antonio Wannek
Kommissar Dalger Conrad F. Geier


Exklusive Videos und Raum für Diskussionen auf zdf.de Rechtfertigt jahrelanger Psychoterror Mord? Dürfen brutale Angreifer in Notwehr getötet werden? Das Ausnahmeformat „Verbrechen“ hinterfragt Recht und Unrecht aus ungewohnter Perspektive. Exklusive Videos führen die Zuschauer auf www.verbrechen.zdf.de in die Welt der
Strafverteidigung, der Kleingangster und der arrangierten Morde. Der israelische Filmemacher Solo Avital inszenierte für das Online-Angebot ein Musikvideo zum Titelsong „Red“ der Band Nanuchka mit ungewöhnlichen visuellen Effekten, die er auch für die Serie einsetzte. Parallel zu den Ausstrahlungen erläutert ein Experte Hintergründe zu Paragrafen und Fachbegriffen, die im Lauf der Handlung ganz beiläufig zu fallen scheinen. Außerdem besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit anderen Nutzern über Unrecht, Moral und Gewissen. Dafür werden verschiedene Plattformen wie google+ und Twitter in einem Second Screen übersichtlich zusammengeführt. Ein besonderes Highlight:

[highlight] Der Autor des Bestsellers, Ferdinand von Schirach, steht direkt nach Ausstrahlung der ersten Folgen in einem Chat zur Verfügung. Im Anschluss an die übrigen Folgen stehen weitere Beteiligte der Produktion Rede und Antwort. [/highlight]

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