UNHEIMLICH PERFEKTE FREUNDE – ein Familienfilmtipp

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Schule, immer nur Schule, Frido (Luis Vorbach) ist von dieser Institution nicht sehr begeistert. Er ist kein besonders guter Schüler und vom Lernen und Hausaufgaben machen hält er auch nicht besonders viel. Wenn da nicht seiner bester Freund Emil (Jona Gaensslen) wäre, dann würde er es gar nicht aushalten. Es könnte jedoch sein, dass er nicht mehr viel Zeit mit Emil verbringen kann. Denn bald entscheidet sich, ob beide gemeinsam ins Gymnasium wechseln können. Bei Frido hat die Klassenlehrerin Frau Klawitter (Margarita Broich) große Bedenken, was sie den getrennt lebenden Eltern auf dem Elternsprechtag auch mitteilt. Sie hält Frido für zu verspielt und sieht ihn keinesfalls auf dem Gymnasium.

Klassenlehrerin Frau Klawitter (Margarita Broich) und Fridos Eltern

Auf dem Nachhauseweg kommt es zwischen den Eltern zum Streit und Frido flüchtet. Auf der Flucht wird er magisch von dem verlassen wirkenden Jahrmarkt angezogen. Seine Neugier, was sich dort alles verbergen mag, ist groß und schließlich gerät er in ein geheimnisvolles Spiegelkabinett. Vorsichtig tastet er sich voran und steht plötzlich vor einem mysteriösen Spiegelkasten. Der verlockend rote Knopf verfehlt seine Wirkung nicht und Frido drückt ihn beherzt. Sogleich sieht er sein Spiegelbild, das plötzlich zu sprechen beginnt und behauptet, es sei sein perfektes Ebenbild. Sichtlich geschockt rennt Frido nach Hause. Dort glaubt ihm seine Mutter kein einziges Wort der Geschichte.

Frido und sein perfektes Ebenbild Foto: © SquareOne Entertainment

Der nächste Schultag kommt bestimmt, und der endet für Frido mit einer glatten 6 in der Deutscharbeit. Von nun an heißt es büffeln, büffeln, büffeln, oder? Frido rennt zum Jahrmarkt und steht erneut vor dem magischen Spiegelkasten. Er drückt wieder den roten Knopf. Erscheint auch dieses Mal sein Doppelgänger? Tatsächlich – Frido zieht ihn heraus und
sogleich zeigt Frido 2, was er in Mathe so alles drauf hat. Frido ist hocherfreut.

Foto: © SquareOne Entertainment

Nicht sehr lange kann er sein Geheimnis vor Emil verbergen, der zwar in der Schule gut ist, dafür andere Verhaltensdefizite aufweist. Auch er kann einen Doppelgänger gut gebrauchen und erweckt ihn mit Fridos Hilfe zum Leben. Bald jedoch treten ungeahnte Schwierigkeiten auf. Die beiden Freunde müssen schleunigst einen Weg finden, die unheimlichen Geister, die sie riefen, wieder los zu werden. Aber wie?

Das Doppelgängermotiv ist nahezu so alt wie die Menschheit. In verschiedenen Varianten wie Bildnissen, Spiegelbildern, Zwillingen kommt es in Filmen, in der Literatur und Kunst zum Ausdruck. Es ermöglicht, ein (Doppel)leben zu führen und vieles mehr. In diesem Film, mit dem der Regisseur wieder einmal zeigt, wie gut er sich in Kinder hineinversetzen kann, geht es jedoch vielmehr um das Kindsein heute, den Anforderungen, die an Kinder gestellt werden und wie deren Bedürfnisse manchmal auf der Strecke bleiben.

Im Interview bekennt der Regisseur dann auch: „Bei mir ist es schon so, dass ich mich gewissermaßen mit den jungen Protagonisten verbünde. Ich merke es auch an mir selbst, wie gut es mir tut, wenn ich ein bisserl Kind bleibe. Denn in diesen Momenten sollte man sich unbedingt diesen Enthusiasmus der eigenen Kindheit bewahrt haben. Bei der Zusammenarbeit mit ihnen zählt aber nicht nur das Bemühen, dass man eine Szene so gut wie möglich spielt, sondern das Miteinander. Und hier habe ich auch meistens großes Glück mit meinen erwachsenen Schauspielern, die in ihrem Innersten „kindische Leute“ im besten Sinne geblieben sind. Insofern gibt es da keine großen Probleme. Im Gegenteil! Mir bereitet es sogar besonderen Spaß, mit Kindern zu drehen.“

Unter dem Label „Der besondere Kinderfilm“ kommt „Unheimlich perfekte Freunde“ unter der Regie von Marcus H. Rosenmüller am 4. April in die Kinos.

Regisseur Marcus H. Rosenmüller („Wer früher stirbt ist länger tot“, „Sommer in Orange“, „Beste Zeit“, „Beste Chance“, „Beste Gegend“, „Trautmann“) zaubert mit UNHEIMLICH PERFEKTE FREUNDE einen wunderbaren, einzigartigen Kinderfilm hervor und vermittelt seinen jungen Zuschauern die wichtige Erkenntnis, dass jeder Mensch perfekt ist, genauso wie er ist.

Das Drehbuch zum Film schrieben die Autorinnen Simone Höft und Nora Lämmermann. Die Hauptrollen werden von Luis Vorbach („Die kleine Hexe“, „Auf Augenhöhe“) und Jona Gaensslen verkörpert.

Ein Film für die ganze Familie, der mit Fantasie und viel Herz von Problemen und Träumen erzählt und eine Filmlänge dauernde gute Unterhaltung bietet.

Fotos: © SquareOne Entertainment

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