Hattricks – 3 perfekte Songs hintereinander auf einer Platte: Teleman

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Fussball-Weltmeisterschaften können neben schrecklichen Schiri-Entscheiden, Massenhysterie, Korruptionsskandalen und Baustellensklaverei auch inspirierende Dinge mit sich bringen: Hattricks. Jetzt hat sogar der Dauergrinser-Colatrinker Shaqiri bei mir etwas bewirkt, Honduras sei Dank.

Die Hattricks gibt es überall auf der Welt in möglicherweise vielen unbekannten Formen. Da ich mich in einer Musikwelt bewege, denke ich da natürlich sofort an Dinge wie 3 perfekte Songs hintereinander (auf einer Platte). Aber wenn man sich mit der 3 im Kopf umschaut gibt es wahrscheinlich unzählige Dreierketten die auf irgendeine Weise genial sind.

Zu meinem Aktuellen: „Teleman“ haben ihr Debut veröffentlich und verdientermassen viel Aufmerksamkeit geerntet. Obwohl man die Schwachpunkte mit der Lupe suchen gehen muss auf „Breakfast“, so ist ihre ganz grosse Stärke überraschenderweise in der Mitte des Albums zu finden, Songs 4 – 6:

23 floors up, Monday Morning und Skeleton Dance. Diese Dreierkette sollte genug sein um alle Pop-Liebhaber auf immer und ewig in Teleman verliebt zu machen.

23 floors up: Wer danach nicht täglich mindestens 100 Mal mit leicht wehmütigem Blick „oouh love is pouring down“ singt, der kann sich entweder keine Melodie merken oder er fühlt nichts wenn er Musik hört. Ja, es ist eine Ballade aber diese helle, ultramelodiöse Stimme von Thomas Sanders…. Zieht mich in einen Sog aus Euphorie.

Dann folgt das mid-Tempo Stück Monday Morning, Synthesizer basierte Melodie, simpel und sehr aufgeräumt aber eben genau so dass es einen perfekten Rahmen für die Gesangslinie bildet. Extrem effizient. Nüchtern betrachtet wieder viel Melancholie aber so euphorisch in die Höhe gesungen dass mein Herz ganz laut herauslacht vor Freude. Schlechte Qualität… aber was solls… sobald der Refrain da ist, ist alles egal…

Es wir dann noch schneller mit Skeleton Dance. Mann kann „Twee“ dazu sagen. Es könnte es neueres Stück von Belle & Sebastian sein. Ein zentrales Gitarren-Riff welches stark an die 80er erinnert. Ein schlankes Song Gerüst. Und auch hier reisst der Refrain wieder alles in himmelhochjauchzende Höhen.

Das Ganze als Spektakel zu bezeichnen wäre vielleicht massiv zu hoch gegriffen aber ich weiss nicht, wann mich Melodien zum letzten Mal so entzückt haben. Dass Bernard Butler das Teil produziert hat, ist für mich doppelt ein Grund für Freude. Und deswegen: Teleman forever!

 

Photo: Facebook

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