So spannend kann Street Art und Co. sein

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Schon seit längerer Zeit ist vom stetigen Wandel der Kunst die Rede. In der Tat könnte das Jahr 2018 zu einem ganz wichtigen in der weiteren Entwicklung werden, in dem viele Strömungen innerhalb der Szene an Bedeutung gewinnen. Wir möchten einen Blick auf die spannenden Entwicklungen werfen, die uns in den nächsten Monaten erwarten werden.

Der Aufstieg der Street Art

Ein häufig belächelter Teil der Kunst, der doch immer wichtiger wird, ist die sogenannte Urban Art. Zahlreiche Künstler begannen zunächst auf der Straße, ihre Werke zu kreieren. Dahinter steckt die nicht zu verkennende Beeinflussung durch ihre natürliche Umgebung, wie sie nicht deutlicher in den Vordergrund treten könnte. Von dem oft schmuddeligen Image, wie es der Street Art lange anhaftete, konnten sich die Künstler inzwischen Distanzieren. Die Werke von Banksy und Co. erzielen inzwischen hohe Preise und sammeln dadurch Anerkennung. Um die eigene Zielgruppe noch eher zu erreichen und zum Nachdenken zu bringen, ist es inzwischen auch im Internet möglich, einen Blick auf die Werke zu werfen. Die digitale Galerie kommt auch in Sachen Authentizität inzwischen sehr nahe an das Vorbild in der realen Welt heran.

Die Speed Art

Eigentlich lässt sich die Speed Art als erste Kunstrichtung beschreiben, die besonders von YouTube beeinflusst wurde. Nachdem ein Künstler sich das Ziel gesetzt hatte, bekannte Kunstwerke unter Zuhilfenahme digitaler Gerätschaften binnen weniger Augenblicke zu erschaffen, landeten spektakuläre Bilder seiner Aktion schnell im World Wide Web. Die öffentliche Resonanz, welche die Aktion nach sich zog, übertraf dabei selbst kühnste Erwartungen. Inzwischen entwickelte sich aus dem anfänglichen Versuch eine ganze Kunstrichtung, in der immer mehr Akteure versuchen, binnen weniger Millisekunden zu neuen Kunstwerken zu kommen. Mit Sicherheit wird uns die Speed Art auch im Jahr 2018 noch an der einen oder anderen Stelle begegnen und faszinieren.
Der Einfluss der Preise

Eher kritische Töne schlagen Experten an, wenn von den aktuellen Preisen auf dem Kunstmarkt die Rede ist. Besonders klassischen Werke werden immer häufiger zum Objekt der Spekulation. Reiche Investoren versuchen dabei, selbst in Zeiten niedriger Zinsen noch attraktive Renditen zu erzielen. Dies führte bereits in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Boom, dessen Auswüchse kaum beschrieben werden können. Einerseits bietet dies den positiven Nebeneffekt, dass die gesamte Kunstszene mehr Aufmerksamkeit erhält und die Künstler eine große Zielgruppe mit ihren Arbeiten ansprechen können. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, den eigentlichen Hintergrund der Kreationen zu verkennen und alle Darstellungen somit in ein fälschliches Licht zu rücken. Entscheidend wird daher der richtige Umgang mit der Situation sein, wie wir sie aktuell beobachten können.

Bereits diese drei Strömungen, die eher als Symbol und Indikator der aktuellen Entwicklung zu verstehen sind, stellen die Schwierigkeiten in der Welt der Kunst deutlich unter Beweis. Nur wenn es den Beteiligten in den kommenden Monaten und Jahren gelingt, wieder den eigentlichen Sinn ihrer Arbeit in den Mittelpunkt zu rücken, ließen sich die Auswirkungen der großen Investitionen noch abfedern. Auf der anderen Seite ließe sich diese Aufgabe auch auf neue Kunstrichtungen übertragen, wie sie in diesen Tagen vermehrt in den Mittelpunkt treten. Das Spannungsfeld, welches sich daraus ergibt, begünstigt mit Sicherheit einen produktiven Umgang mit der aktuellen Situation

 

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