Skulpturenpark Waldfrieden: Skulpturen von Joan Miró

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Eingebettet in einen Laubmischwald mit großem Baum- und Sträucherbestand wie Eiben, Stechpalmen, Berg-Ahorne, Eschen, Lärchen und Douglasien befindet sich der Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal.

Er umfasst eine Fläche von 14 Hektar und liegt im Barmer Ortsteil Hesselnberg. Namensgeberin des heutigen Geländes ist die Villa Waldfrieden bzw. „Villa Herberts“. Dort lebte von Ende der 1940er bis zu seinem Tod im Jahr 1989, der Chemieunternehmer Kurt Herberts. Gartenarchitektur und Wegeführung orientieren sich an den Plänen, die der Architekt Franz Krause zeitgleich mit dem Bau der Villa für Herberts entworfen hatte.

Als im Jahre 2006 der Bildhauer Tony Cragg den Park mit der denkmalgeschützten Villa erwarb, war der Park ziemlich verwildert. Inspiriert von klassischen englischen Landschaftsgärten, seinem Naturverständnis und den Erkenntnissen der Naturwissenschaft, gestaltete Cragg den Skulpturenpark um.

Neben bereits vorhandenen Sichtachsen sind zur Präsentation der Exponate seit 2006 neue geschaffen wurden.

Drei Präsentationskonzepte erlauben es, Kunst zu zeigen: Im green cube sind die Werke im Freien zu bewundern und stellen sich durch wechselhafte Lichtverhältnisse auf ganz verschiedene Weise dar. Der white cube zeigt Kunstwerke in einer Halle mit gekalkten Fensterscheiben und in dem dadurch erzeugten diffusen Licht. Der glass cube ist eine kubische Halle, die durch die Scheiben Licht hereinfallen und die Erscheinung der Kunstwerke ebenfalls beeinflusst.

Im wunderschönen Skulpturenpark Waldfrieden, in dem die Kunst keinen Gegensatz zur Natur bildet, sondern sich wie eine „zweite“ Natur integriert hat, sind bald drei große Bronze-Skulpturen von Joan Miró als Leihgaben zu sehen. Bevor sie als Teil der Dauerausstellung ihren festen Platz dort  finden, werden sie jetzt in einer Sonderschau in der unteren Ausstellungshalle vorgestellt.

Joan Miró (1893-1983) gehört zu den Künstlern, die wie Matisse, Picasso oder Kandinsky die klassischen Moderne begründet haben. Nach seinem Kunststudium in Barcelona setzt sich sein anfänglich noch gegenständliches Schaffen ab den 20er Jahren zunehmend mit den von Frankreich aus die Welt erobernden Kunstströmungen auseinander. Mit seiner Übersiedlung nach Paris zeigt sein Werk zunächst noch fauvistische und kubistische Einflüsse, bevor er sich dem Surrealismus anschließt. Wie andere namhafte Künstler seiner Zeit betätigt er sich nicht nur als Maler und Grafiker, sondern mit zunehmendem Alter auch als Keramiker. Ebenso bedeutsam ist sein bildhauerisches Schaffen, dass einen wesentlichen Teil seines Œuvres ausmacht.

16. November 2018 als Sonderausstellung im unteren Ausstellungspavillon

Skulpturenpark Waldfrieden
Hirschstraße 12
42285 Wuppertal

Foto: Joan-Miró Personnage-1982_Bronze_-Collection_Galerie-MaeghtLelong-(c)-VG-Bildkunst-Bonn-2018_FotoMichael-Richter