“Shooting Stars – Junges Kino im Zweiten”

image

Die Satire “Outside the Box” über ein außer Kontrolle geratenes Bootcamp für Unternehmensberater macht den Anfang der Serie Shooting Stars.
Schluss mit Bückling, sagt sich Frederick Schopner, der die Nase voll davonhat, dass seine sogenannten Teamkollegen die Lorbeeren für seine Ideen einheimsen. Beim anstehenden Outdoor-Firmenevent kann er endlich den drei abgehobenen Egomanen eine Lektion in Sachen “High Performance” erteilen. Doch Teamoptimierung im Hochseilgarten war gestern. PR-Managerin Vanessa Kramer möchte einen Presse-Coup landen und setzt auf ungewöhnliche Methoden: Sie lässt eine Geiselnahme inszenieren – allerdings von abgehalfterten Schauspielern. Für die beiden Spaghetti-Western-Darsteller liegt nichts näher, als ihre Gage mit echtem Lösegeld und echten Waffen aufzubessern. Während Vanessa alles daran setzt, die Panne vor ihrem Chef und den anwesenden Medienvertretern zu vertuschen, haben die unerfahrenen Geiselnehmer mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: Wie sollen sie den erfolgshungrigen Managern klar machen, dass sie sich nicht länger in einem ausgeklügelten Rollenspiel befinden? Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit”

Dienstag 17. Juli 2018, 23.15 Uhr im ZDF

Shooting Stars: Die letzte Sau

Zweiter Film der ZDF-Reihe. In einer Welt, in der ein fleißiger und ehrlicher Mensch nicht mehr in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen, kann etwas nicht stimmen. So sieht das Bauer Huber (Golo Euler) in der Tragikomödie “Die letzte Sau”, die am Mittwoch, 18. Juli 2018, 23.45 Uhr, im ZDF ausgestrahlt wird. Das Road-Movie von Regisseur Aron Lehmann, der zusammen mit Carlos V. Irmscher auch das Drehbuch schrieb. Neben Golo Euler in der Hauptrolle spielen Rosalie Thomass, Thorsten Merten, Christoph Maria Herbst und andere.

“Alles Scheißdreck”, meint Schweinebauer Huber. Sein Hof ist pleite. Die kleine Landwirtschaft ist gegenüber den Agrarfabriken nicht länger konkurrenzfähig. Und als schließlich ein Meteorit vom Himmel fällt und Hubers Hof in Schutt und Asche legt, hat er nichts mehr – außer einer letzten Sau. Zusammen mit diesem Schwein verlässt Huber die Ruine, die einmal sein Hof war, und beginnt ein Leben als Heimatloser, als Vagabund und Indianer. Er findet Gefallen an einem Leben als Rebell und begegnet auf seiner Reise Menschen, denen es ähnlich erging wie ihm: “Kleine”, die von den “Großen” kaputt gemacht wurden. Für diese Kleinen will Huber die Welt verändern. Er erhebt sich zum Widerstand und wird mit seiner Parole “So geht’s nicht weiter!” zum Symbol für Unruhe und Freiheit.

“Die letzte Sau” ist keine theoretische Auseinandersetzung zum Thema “Wie sollen wir leben”, sondern ein leidenschaftlicher und emotionaler Film über Ausbruch, Freiheit und Unabhängigkeit mit viel Raum für Fantasie, Humor und Tränen. Unsere Hauptfigur Huber folgt keiner politischen Motivation, sondern dem gesunden Menschenverstand.

Mittwoch, 18. Juli 2018, 23.45 Uhr im ZDF

“Die Hände meiner Mutter” der dritte Film der “Shooting Stars”

Ist ein komplexes Familiendrama, in dem die Erinnerung an den sexuellen Missbrauch durch die eigene Mutter für einen Familienvater zur Zerreißprobe wird.Buch und Regie Florian Eichinger.

Fotoquelle: "obs/ZDF/Timo Schwarz"

Markus konfrontiert seine Mutter Renate mit seinen Erinnerungen. Foto: obs/ZDF/Timo Schwarz

Als sein vierjähriger Sohn Adam nach einem Toilettengang mit der Großmutter Renate eine kleine Schnittwunde hat, erinnert sich Markus zum ersten Mal daran, was seine Mutter ihm angetan hat, als er selbst noch ein Kind war. Markus vertraut sich seiner Frau Monika an, die zuerst irritiert reagiert, ihn aber dann dabei unterstützt, sich seinem Trauma zu stellen. Markus sucht die Konfrontation mit seiner Mutter und beginnt eine Therapie. Sein offener Umgang damit fördert in seiner Familie noch einige Geheimnisse zutage. Obwohl er versucht, alles richtig zu machen, merkt Markus, wie sein Leben und seine Beziehung langsam auseinanderfallen.

Der Film wurde beim 34. Filmfest München mit dem hochdotierten Förderpreis Neues Deutsches Kino in den Kategorien Regie und Schauspiel ausgezeichnet und 2017 für den Deutschen Regiepreis (Metropolis) nominiert.

Am Donnerstag, 19. Juli 2018, 23.00 Uhr im ZDF

Somewhere in Tonga

” bildet am Montag, 23. Juli 2018, 0.15 Uhr, den Abschluss der Reihe im ZDF.

Ein Resozialisierungsprojekt auf einer einsamen Insel am Ende der Welt: für den 16-jährigen Intensivtäter Marcel die letzte Chance, dem Knast zu entgehen, für Sozialarbeiter Wolski Gelegenheit, seinen Lebenstraum zu erfüllen.

Wolski ist Sozialpädagoge und hat genug von Deutschland. Seine Ersparnisse hat er in einen Traum gesteckt: ein Projekt für schwer erziehbare Jugendliche auf einer einsamen Insel im Pazifik. Wolskis erster Kandidat ist Marcel, 16 Jahre alt und ganz vorn dabei, wenn es um Drogen und Gewalt geht. Nachdem er einen Sozialarbeiter niedergestochen hat, stellt ihn Wolski vor die Wahl: Knast oder Südsee. Widerwillig geht Marcel mit ans andere Ende der Welt.

Wolskis Planungen sind schiefgelaufen: Außer Strand, Palmen und Meer erwartet die beiden dort nichts. Kein Haus, kein Bett und keine Toilette. Er ist ohne Geld und der Junge ohne Drogen. Während Wolski mit einfachsten Mitteln eine Behausung zusammenhämmert, verweigert sich Marcel erst einmal total. Auf der belebten Hauptinsel gerät er in eine Schlägerei und verletzt seinen Gegner schwer. Die tongaische Gesellschaft ist in Aufruhr. Wolskis Fürsprache und ein milder Richterspruch bewahren Marcel vor der fälligen Gefängnisstrafe, unter der Bedingung, dass er die einsame Insel ein Jahr lang nicht verlassen darf.

“Somewhere in Tonga” beruht auf einer wahren Geschichte. Regisseur Florian Schewe erzählt vom Traum, ein neues Leben unter Palmen zu beginnen, von Hoffnung für jung Gescheiterte und der Konfrontation westlicher Werte mit einer traditionell gemeinschaftlich geprägten Kultur. Die realistische Inszenierung seines Spielfilmdebüts gründet auf seiner Erfahrung mit Dokumentarfilmen, unter anderem in Uganda und im Sudan. Der 16-jährige Darsteller Luis Pintsch stand zum ersten Mal vor der Kamera.

Titelbild: Doppelt entschlossen: Huber (Golo Euler) und die letzte Sau machen sich auf in den Kampf. Fotoquelle “obs/ZDF/Andreas Steffan”