„Predator: Upgrade“ – Filmtipp

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1987 war es, als der Predator zum ersten Mal weltweit auf der Kinoleinwand auf seine blutige Jagd ging. Im nun in die Kinos kommenden sechsten Teil des Predator-Franchise „Predator: Upgrade“ bekommen es Sniper Quinn McKenna (Boyd Holbrook) und seine Einheit mit einem dieser ikonischen hoch ausgerüsteten Kampfspezialisten aus dem All zu tun: einem Predator. Es gelingt ihnen, diesen (vorerst) schachmatt zu setzen. Auf einer Militärbasis wird der gefährliche Jäger aus dem All zu Untersuchungszwecken festgehalten. Doch als dem Predator der Ausbruch gelingt, wird es für alle Beteiligten ein Kampf auf Leben und Tod…

 © 20th Century Fox Predator - Upgrade

Die Story des 107-Minuten-Streifens ist exakt so dünn und leider auch lange Zeit so vorhersehbar, wie sie sich liest: Es geht praktisch ausschließlich um jagen, weglaufen, überleben und töten. Das ist bei einem Sci-Fi-Actionthriller erstmal nicht überraschend und auch kein Beinbruch. Schließlich waren die Vorgänger von „Predator: Upgrade“ seit der kultigen Erstauflage mit Arnold Schwarzenegger allesamt ähnlich gestrickt. Spaß gemacht haben sie trotzdem meistens – oder auch gerade genau deshalb.

Dennoch hat der sichtbar aufwendig inszenierte sechste Auftritt der Predator von Regisseur Shane Black zwei gravierende Schwächen, die den Spaß deutlich einschränken, den man in einigen Szenen durchaus haben kann. So gibt es zum einen zu viele humoristische Einlagen. Diese funktionieren zwar teilweise, aber zu gut 50 Prozent eben auch nicht. Stattdessen wirken die Witze erzwungen und nehmen insgesamt viel von der Spannung und Bedrohlichkeit, für die die Predator-Serie ansonsten steht.

 © 20th Century Fox Predator - Upgrade

Thomas Jane als Baxley Foto © 20th Century Fox Predator – Upgrade

Daneben wurde den Charakteren von den Drehbuchschreibern schlichtweg zu wenig Tiefe verliehen. Hierfür steht exemplarisch Hauptdarsteller Holbrook, der den Zuschauer zwar durch den Film führt, jedoch keinen wirklich emotionalen Fixpunkt bietet. Mit anderen Worten: Was mit den Figuren in dem erfreulich kompromisslosen Film passiert, bleibt weitgehend egal. Einzige Ausnahme ist Jungdarsteller Jacob Tremblay als Sohn Rory. Er hat zwar wenig Screentime, aber einige gute (Schlüssel-)Szenen.

Fazit: Gute und sehenswerte (Kampf-)Szenen gibt es in „Predator: Upgrade“ insgesamt einige. Ebenso wie Verweise auf die Vorgängerfilme. Das macht punktuell zwar alles Spaß, täuscht aber wie auch der gut gemachte Schlussakkord nicht über die gravierenden Schwächen des insgesamt nicht so recht stimmigen Sci-Fi-Blockbusters hinweg.

3 von 5 Punkten

PREDATOR – UPGRADE Ab 13.09.2018 im Kino!

Fotos © 20th Century Fox