Pop Art: Bunt, verrückt und faszinierend!

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Es gibt nicht viele Kunstrichtungen, die so bunt, verrückt und ins Auge stechend sind wie Pop Art. In Amerika und Großbritannien entstand in den 50er-Jahren eine vollkommen neue und teilweise kapitalismuskritische Kunstrichtung, die auf starke Farben, plastische Formen setzte. Für genau diese Formen und Farben ist die Pop Art bis heute bekannt – und beliebt. Wer hat nicht eine Kopie der berühmten Andy Warhol Werke mal bei sich im Wohnzimmer hängen gehabt? Hier kommt unsere Liste mit den schönsten Pop Art Werken aller Zeiten.

„Turquoise Marilyn“ von Andy Warhol

Dieser Klassiker und wahrscheinlich das bekannteste Werk überhaupt darf natürlich in keiner Liste fehlen – und genau deswegen steht es bei uns ganz oben auf Platz eins. Wahrscheinlich würde niemand bestreiten, dass Andy Warhol der große Meister dieser Kunstrichtung ist.

Als ob Marilyn Monroe nicht selbst schon berühmt genug gewesen war, spätestens diese Arbeit von Warhol machte sie unsterblich. Das plastische Gesicht mit starken Farben von Monroe vor einem schlichten türkisfarbenen Hintergrund mit einem meisterhaften Farbverlauf trug wahrscheinlich nur noch mehr dazu bei, aus Monroe die Ikone der Filmgeschichte zu machen, die sie heute ist.

„Was macht unser Zuhause heute so anders (…)“ von David Hamilton

Eigentlich war David Hamilton, der 2017 verstarb, von Berufswegen Fotograf. Den Werken dieses Vorreiters der Pop-Art-Bewegung sieht man, dass auch definitiv an. Denn er arbeitet in seinen Werken mit verschiedenen Techniken, die dazu führen, dass seine Arbeiten in manchen Augen etwas zusammen gewürfelt aussehen.

Eines seiner bekanntesten Werke trägt den leicht sperrigen Titel „Was macht unser Zuhause heute so anders, so anziehend?“ und bietet einen Blick in ein Wohnzimmer, das es so wohl nie gegeben hat. Denn es zeigt eine ganze Sammlung an Elementen, Zeichen und Logos einer zunehmend durchkapitalisierten Gesellschaft, bei der die Kultur scheinbar an den Rand gedrückt wird.

„In the car“ von Roy Lichtenstein

Wenn man an Pop Art denkt, dann denkt man gleichzeitig an Warhol. Roy Lichtenstein ist nicht ganz so bekannt – aber trotzdem hat wohl jeder seinen Namen schon einmal gehört. Genau das gleiche gilt für sein Werk „In the car“ von 1963. Mit dieser Arbeit hat er eine Ikone der Pop Art geschaffen, dass in keiner umfassenden Ausstellung zur Stilrichtung fehlen dürfte.

Das Bild könnte direkt aus einem US-amerikanischen Comic kommen, so wie die Bildsprache wirkt. Sie ist plastisch, die Farben deckend und voller Dynamik – obwohl sie nur zwei Gesichter und Teile eines Autos zeigt.

Der „Odalisk“ von Robert Rauschenberg

Eine Liste von wichtigen Pop-Art-Arbeiten wäre nicht komplett, wenn sie nur Bilder auf Leinwand oder einem anderen Bildträger enthalten würde. Von Beginn an war die Pop Art mehr als nur Flachware, sie war immer auch plastische Kunst.

Wahrscheinlich gibt es kaum eine andere Plastik in der Kunstgeschichte, die so verrückt ist wie der „Odalisk“ von Robert Rauschenberg. Hier brachte der Künstler wahrscheinlich einfach alles zusammen, dessen er habhaft werden konnte. Denn er arbeitete mit einem Holzgestell, mit Acryl, Aquarell, Kreide, Papier und Stoff gleichzeitig. Und oben auf setzte er zur Krönung einen Hahn.

Bild von Michael Frings auf Pixabay

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