Vorgestellt : Polly Scattergood

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Polly refuses to be a Pop-Star…

Polly Scattergood weiss um ihre Stärke. Sie weiss auch um ihre Schwächen. Und sie weiss wie man das eine nutzt und das andere vermeidet. Ihr mal laszive, mal mädchenhafte, mal verzweifelte Stimme ist nicht die kraftvollste des Universums doch ihr Songwriting spielt ihr in die Hände und der gute Geschmack von Glen Kerrigan hat ihr geholfen auf allen Songs ihres zweiten Albums „Arrows“ den richtigen Ton zu treffen.

Ich mag keine offensichtlichen und mit leeren Phrasen gefüllten, aufgeblasenen Liebeslieder, was nicht heisst dass ich Liebeslieder nicht mag. Polly spielt mit der Sprache und den Liedern, so dass nie das Gefühl aufkommt dass sie ein abgedroschenes Klischee bedient obwohl hier 10 Liebeslieder um Aufmerksamkeit buhlen. Die Synth-lastige Musik schiesst die Songs immer wieder in die Stratosphäre und zerren die traurigen Lieder ins Sonnenlicht. Manchmal so hell dass man sie fast verglühen sieht.

So im Refrain von „Falling“ oder in „Colours colliding“. Polly beherrscht die Ballade genauso wie die Disco-Queen und sie macht eine gute Figur als Alternative zu Goldfrapp. Ihre flehende Stimme tut gut und hört sich wohltuend dezent an wenn man sie mit den immer voll auf die 100 produzierten Pop-Sternchen vergleicht. Sie könnte selbst eins sein wenn sie wollte, doch dafür ist sie sich zu schade…

Zum Glück.

Und trotzdem wünscht man sich „Subsequently lost“ ins Radio.

 

„I sit and peel paint off the wall

I’ll sit until I’ve got it all

Reveal the flowers that were underneath it

And then well, I might just drink the day away

I might think about what I would say

If I saw you ten years from now

I’d say well I’ve got a heart

I think it’s bigger then yours

Because it lets people in

Who constantly dissapoint me

And I’ve got a soul

And it’s as said as they come

Because it used to feel everything

And now it’s just numb numb numb“

 

 

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