Nico Fauser – Auweia!

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Ein Cartoon ist ein Cartoon ist ein Cartoon – von Nico Fauser erdacht und aufs Papier gebracht, ist eins wie das andere so richtig schön schlimm. Denn der Titel seiner neuen Cartoonsammlung heißt AUWEIA, hat aber außer viel Schmunzeln und Lachen keine schmerzlichen Folgen. Wie immer mit scharfem Blick gibt er in seinen witzigen Zeichnungen dem menschlichen und tierischen Alltag und dessen Tücken eine Stimme. Pointenstark, mit sicherer Hand perfekt gezeichnet, sind die hier gesammelten Cartoons, die ihren starken Auftritt schon in Tageszeitungen und Zeitschriften hatten. Nun in einem Sammelband kann man sie überallhin mitnehmen und betrachten – nur wer Aufsehen wegen der unvermeidlichen Lachanfälle in der Öffentlichkeit vermeiden will, sollte das 160 Seiten starke Werk nicht auf öffentlichen Plätzen ansehen. Aber auch hier gilt das Motto – selber sehen und lachen!

Nico Fauser
Auweia!

Schlimmer geht immer

Originalausgabe
4-farbig, 150 Cartoons
ISBN: 978-3-442-17657-1
Verlag: Goldmann

Wer Comics liebt, dem sei die Ausstellung Comics! Mangas! Graphic Novels! In der Bundeskunsthalle empfohlen. Zu sehen bis 10. September 2017.

In sechs Abteilungen zeichnet die Ausstellung die Entwicklung des Comics von seinen Anfängen als zunächst ausschließlich komische Unterhaltung in den farbigen Sonntagsbeilagen der New Yorker Tagespresse und bald auch landesweit täglich erscheinenden »strips« bis hin zu heutigen Phänomenen wie dem Manga und der Graphic Novel nach. Anfangs eine hochgeschätzte Kunst, die unvergessene Klassiker hervorbrachte wie Little Nemo oder Krazy Kat und später auch Abenteuerserien wie Flash Gordon und Prinz Eisenherz, wurde der Comic mit dem Aufkommen der Hefte und der Superhelden (Superman, ab 1938) allerdings auch zum »trivialen« Massenprodukt für Kids und unterlag schließlich mit dem 1954 in den USA in Kraft getretenen Comics Code als Gattung per se den strikten Einschränkungen durch den Jugendschutz.

Die Befreiung vom Image des »Blasenfutters für Analphabeten« läuteten endgültig erst Robert Crumb 1968 mit seinem Underground-Heft Zap Comix und Will Eisner mit seiner ersten Graphic Novel, Ein Vertrag mit Gott (1978), ein. Heute präsentiert sich der Comic, inzwischen zur »neunten Kunst« erklärt, wieder als eine erstaunlich vitale und kreative Ausdrucksform mit  Formenreichtum und Vielgestaltigkeit.

http://www.bundeskunsthalle.de

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