New York

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Der Sommer kehrt auf die Leinwand zurück, und das Thema Musik steht in dem Film “Can a Song save your life?” ganz im Vordergrund. Was will man mehr, um einen schönen Kinoabend zu verbringen? Regisseur John Carney ist bekannt dafür, erfolgreiche Filme zu machen, denkt man an die Straßenmusikballade ONCE, die er vor acht Jahren in die Kinos gebracht hat. Und wie auch anderswo im Leben treten im Film Situationen auf, die sehr außergewöhnlich sind. Der Musikproduzent  Dan (Mark Ruffalo) erlebt so eine, als er von seinem eigenen Plattenlabel rausgeworfen wird. Männer kennen ja oft nur eine Methode, um zu vergessen, nämlich Alkohol trinken. Und so will er das in die Tat umsetzen, wird aber dabei gestoppt, als er auf die singende Gretta (Keira Knightley) stößt. Die hat es auch nicht leicht, denn sie ist gerade von ihrem Freund verlassen worden. Doch da sie hübsch singen kann, weiß Dan auch gleich, dass sie gemeinsam Erfolg haben können, wenn sie ein ausschließlich auf den Straßen von New York aufgenommenes Album produzieren.

Der Soundtrack „Can A Song Save Your Life?“ als CD bei Interscope VÖ: 29.08.2014

„Tell me, if you wanna go home“ gesungen von Keira Knightley:

„Lost Stars“ von Adam Levine:

Ab 28.8.im Kino

Straßenmusik auf den schönsten Straßen und Plätzen New Yorks und schon sind wir bei der besten – pardon – Hauptrolle im Film angekommen, die die Stadt New York spielt – eine der faszinierendsten Städte der Welt.
Die Multi-Kulti-Stadt, die diesen Namen wirklich verdient. Hier kennt man den Begriff Ausländer auch gar nicht,  sondern entweder sind es Insider oder Outsider, die die Straßen von New York bevölkern.

Woher ich das weiß? Nun ja, ich habe ein ganz wundervolles Buch gelesen, das mich eingeladen hat, von der Bronx bis Staten Island, von Greenwich Village bis Rockaway Beach einen literarischen Spaziergang zu unternehmen. Gleich auf den ersten Seiten, habe ich von Eliot Weinberger schon viele wichtige und unterhaltsame Dinge  erfahren, etwa, dass sich New York so schnell verändert, „eine Stadt des beständigen Wandels“ ist. Weinberger lebt seit vierzig Jahren in Greenwich Village, und außer den historischen Vierteln ist beinahe nichts mehr so, wie es bei seiner Ankunft war. Nur die Infrastruktur ändert sich nicht, vielleicht nicht der einzige Makel, aber ein durchaus wichtiger, der aus der politischen und geografischen Situation New Yorks zu verstehen ist.

Andy Warhol erklärt einige Seiten weiter, dass New York deshalb nicht so ästhetisch ist wie Paris, weil die Stadt dazu keine Zeit hat. Zeit wird hier seiner Meinung nach anders gelebt und wahrgenommen als anderswo. Ein weiteres untrügliches Merkmal von New York sind auch die Gerüche, erzählt er.

Allen Ginsberg, US-amerikanischer Dichter der Beat Generation, gestorben 1997 in New York City, hat ein Gedicht über diese Stadt – speziell Manhatten – verfasst, das viel über sein Ich und sein Verhältnis zu diesem Viertel offenbart.

Paul Auster lebt in Brooklyn und dort steht auch ein kleiner Tabakladen, der Besitzer heißt Auggie und hält die  kleinen holländischen Zigaretten bereit, die Paul Auster so gerne raucht.

Aber auch viele weitere berühmte Bewohner von New York wie  Woody Allen, Maeve Brennan, Michael Cunningham, Don DeLillo, Helene Hanff, Jonathan Lethem, Colum McCann, Grace Paley, Richard Price, David Sedaris, Eliot Weinberger, Colson Whitehead, Tom Wolfe .. erzählen  als kenntnisreiche Insider in bester literarischer Manier über ihre  Stadt, die nicht nur in ihren Ausmaßen einfach großartig ist.  New-YorkEine sehr empfehlenswerte Anthologie über New York.

 

New York
Eine literarische Einladung
SALTO. 2014
144 Seiten. Gebunden mit Schildchen.

Fadengeheftet. Rotes Leinen
15,90 €
ISBN 978-3-8031-1307-8

Verlag: Wagenbach

 

 

 

 

 

 

Veranstaltung:

New York – Literarische Einladung
Datum: Sonntag, 14. September 2014 bis Sonntag, 14. September 2014
Uhrzeit: 21:00 Uhr
Berliner Festspiele, Seitenbühne
Schaperstraße 24
10719 Berlin

»Über New York zu reden ist eine Art und Weise, über die Welt zu reden«, so Colson Whitehead über eine Stadt, die wie kaum eine andere zum Gegenstand literarischer Betrachtungen geworden ist. Das ilb lädt ein zu einer literarischen Reise in diese »nach Neuem süchtige Stadt« (Eliot Weinberger) mit Lesungen von Texten New Yorker Autoren und einem Gespräch zwischen Eliot Weinberger und Beatrice Faßbender, Herausgeberin der Anthologie

»New York. Eine literarische Einladung«.
Moderation: Gabriele von Arnim
Sprecher: Roland Schäfer
Eintritt: 8€/ erm. 6/ SchülerInnen 4
Eine Veranstaltung im Rahmen des internationalen literaturfestivals berlin.

Foto Tom Fischer /Fotoquelle: piqs.de

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