Neues von den Beatles

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„Do you want to know a secret?“, fragten die Beatles auf ihrem ersten Album – „Soll ich dir mal was verraten?“ Na ja, inzwischen vielleicht kein Geheimnis mehr: Am 15. September wird in London der Dokumentarfilm „The Beatles: Eight Days A Week – The Touring Years“ uraufgeführt, den der britische Schauspieler, Regisseur und Autor Ron Howard gemacht hat.  Der Film zeigt die Band von ihren frühen Gigs im Cavern Club in Liverpool bis hin zu ihrem Megakonzert im New Yorker Shea Stadium im Jahre 1966.

Beatles-Story authentisch und packend erzählt

Sicher: Die Geschichte, wie die „Beatlemania“ genannte kollektive Verzückung die Welt in jenen Jahren elektrisierte und die Band auf ihren schier endlosen weltweiten Tourneen zunächst beflügelte, dann aber schließlich aussaugte, wurde schon häufig erzählt. Dennoch soll Howard hier mit Hilfe einiger naheliegender (Paul McCartney, Ringo Starr) sowie ein paar überraschender Zeitzeugen (Sigourney Weaver, Whoopi Goldberg) ein authentisches und packendes Zeitdokument gelungen sein. Denn neben zahlreichen bekannten Mitschnitten und Aufnahmen enthält der Film auch reichlich seltenes Material aus etlichen Privatarchiven, das Howard, Jahrgang 1954, in mühevoller Kleinarbeit zusammengestellt und bearbeitet hat. Selbst Fans der Liverpooler Band, die glauben, alles über die Fab Four gesehen und gehört zu haben, dürften hier Clips finden, die sie nicht kennen. Wenngleich „The Beatles: Eight Days a Week“ den weltweiten Aufstieg der Band dokumentiert, ist der Film gleichwohl eher auf das amerikanische Publikum zugeschnitten. Denn Howard stellt die Tourneejahre der Beatles in einen soziopolitischen Rahmen, der für ihn mit der Ermordung Kennedys, der Bürgerrechtsbewegung, und dem Vietnamkrieg ein zutiefst US-amerikanischer Kontext ist.

Bereits am 9. September erscheint in Ergänzung des Dokumentarfilms das legendäre Hollywood-Bowl-Konzert der Beatles in einer neuen Abmischung als CD und Download. Außerdem folgt am 18. November eine 180g schwere Vinyl-Fassung. Die remasterte Version wurde von Giles Davies, dem Sohn des Beatles-Produzenten Sir George Martin, betreut. Dank Fortschritte in der Technologie sollen die ursprünglich ziemlich muffig und wegen der lautstark kreischenden Fans kaum hörbaren Tracks des 1977 erstmals veröffentlichten Albums deutlich verbessert worden sein, sagte Martin. Das neue Album enthält alle Songs der LP aus dem Jahre 1977 plus vier zusätzlich bislang unveröffentlichte Titel sowie eine 24seitige Broschüre mit einem Essay des Musikjournalisten David Fricke. www.der-kultur-blog.de wird das Album in Kürze ausführlich besprechen.

Foto:Apple Corp. LTD.

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