Musik – eine Droge ohne Nebenwirkungen

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Musik löst bei den Menschen Emotionen aus. Aber wie genau kann Musik das, welche Kombination ist notwendig, um diese Wirkung hervorzurufen und wie übersetzt das Gehirn Musik in Gefühle?
Diesen Fragen widmet sich der niederländische Neurowissenschaftler Jacob Jolij von der Groningen-Universität.
Viele Menschen bringt klassische Musik in eine traurige Stimmung, insbesondere Mozarts Requiem. Aber auch die Musik, die man mit seinem Ex-Lover gehört hat, stimmt traurig.
Aber wie ist das mit den feel-good Songs – was macht uns happy? Diese Songs sind temporeich, haben einen starken Rhythmus und positive Texte. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, erstellte Jacob Jolij eine Datenbank mit 126 Songs aus den letzten 50 Jahren und unterzog sie einer statistischen Analyse. Er sichtete die wissenschaftliche Literatur in Bezug auf das, was uns ein gutes Gefühl verleiht – vor allem Tempo und Tonart – und durchsuchte alle Blätter und Partituren der Songs  nach diesen folgenden Kriterien: Tonart, Tempo und Texte. Danach verwendete Jolij ein Regressionsmodell, um zu sehen, welche Songs als Wohlfühlsongs gelten konnten.

Dabei zeigte sich, dass positive Texte, ein schnelles Tempo von 150 Schlägen pro Minute (ein durchschnittlicher Popsong hat ein Tempo von 116 Schlägen pro Minute) und eine große Terz dazu beitragen, dass wir die Musik positiv wahrnehmen. Insbesondere die Beats sind es, die automatisch Bereiche im Gehirn aktivieren und unsere Körper spontan in rhythmische Bewegung bringen, uns glücklich stimmen  – eine Droge ohne Nebenwirkungen.

Und hier ist die Liste der „feel-good-music“aus der Datenbank:
Dancing Queen- Abba

Good Vibrations – Beach Boys

Uptown girl – Billy Joel

Eye of the Tiger – Surviver

I’m a believer –  Monkees

Girls wanna have Fun – Cindi Lauper

Livin on an prayer – Bon Jovi

I will survive – Gloria Gaynor

Walking on Sunshine

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