Milena Agus – Eine fast perfekte Welt

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Als Ester ihren Verlobten Raffaele vom Bahnhof abholen will, verharrt sie im Hintergrund – als sie ihn dann endlich aus dem Zug steigen sieht, ist er so anders, als sie ihn in Erinnerung hat. Doch sie liebt ihn noch, insbesondere dann, wenn er nicht da ist. Auch Ester möchte eigentlich nicht mehr hier sein, in diesem kleinen Dorf auf Sardinien. Sie zieht es aufs Festland. Schließlich verlässt sie mit Raffaele Sardinien und wird in Genua Mutter einer Tochter. Doch Ester verspürt bald wieder eine große Sehnsucht. Nun jedoch gilt sie ihrer Heimat Sardinien. Dort wo die Umgebung wild und steinig ist, die Frauen schwarze Kleider und Tücher tragen und ihre Eltern leben. Esters Tochter Felicita soll es dort besser ergehen.

Die dort tatsächlich glücklich wird, im bunten Hafenviertel von Cagliari, nicht weit vom Meer entfernt, bei einer Vermieterin, die eine Abneigung gegen das Essen und die meisten Menschen hat. Und ohne den Mann, den sie liebt. Ihren Sohn Gregorio zieht sie alleine groß. Für Felicita jedoch eine fast perfekte Welt…

Brauchen wir eine perfekte Welt, um glücklich sein zu können? Milena Agus erzählt von der Sehnsucht danach, unserer Vorstellung davon, die uns antreibt, auf die Suche zu gehen. Doch oft finden wir sie da, wo wir herkommen.

Die Autorin Milena Agus versteht es glänzend, uns mit ihrer Erzählung über eine drei Generationen umfassende sardische Familie auf die Suche nach der perfekten Welt zu schicken. Ein starker Roman voller Poesie, Humor und Empathie.

Milena Agus wurde 1959 als Kind sardischer Eltern in Genua geboren. Heute lebt sie in Cagliari auf Sardinien. Ihr Weltbestseller ›Die Frau im Mond‹ (2007) wurde 2016 mit Marion Cotillard verfilmt.

Milena Agus
Eine fast perfekte Welt

ISBN 978-3-423-28211-6
Verlag: dtv

Titelbild: Stephanie Albert from Pixabay

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