LIMBO – EIN FILM – EIN TAKE

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Ana (Elisa Schlott), Compliance Managerin, ist entsetzt darüber, was auf dem Bildschirm ihres Computers zu lesen ist. Sie muss sofort handeln, telefoniert und erreicht, es ist Freitag Abend, niemanden. Als sie das Gebäude verlässt, sieht sie, wie ihr Chef Frank Mailing (Mathias Herrmann) im Begriff ist, mit einem Kunden in ein Taxi zu steigen. Als Mailing nicht auf ihre dringliche Bitte um ein kurzes Gespräch eingeht, lädt der neugierige Kunde sie kurzerhand ein mitzukommen. Zunächst ist das Gespräch locker, doch dann besteht Ana darauf, dass sich Mailing ihre Entdeckung ansieht. Eine Autofahrt beginnt, von der die Zuschauer*innen nicht wissen, wo sie hinführt.

Limbo
Ana (Elisa Schlott), Compliance Managerin ist äußerst beunruhigt

Ortswechsel – das Hinterzimmer eines Kiosks. Zwei Männer besprechen letzte Details eines Auftrags. Unwillig und mit dem Hinweis, dass das sein letzter Auftrag sein wird, macht sich der Mann (Tilman Strauß) auf den Weg, steigt in sein Auto. Er hält, um einen älteren Mann (Martin Semmelrogge) einsteigen zu lassen, und es entwickelt sich ein Gespräch, aus dem sich schließen lässt, dass es sich um Freunde handelt. Schließlich sind sie am Zielort angekommen.

Ozzy (Martin Semmelrogge) sorgt für Nachschub der Kämpfer ©NORDPOLARIS-

Eine stillgelegte Fabrikhalle, die nur des Nachts zum Leben erwacht. Hier werden illegale Bare-Knuckle-Fights veranstaltet. Ozzy (Martin Semmelrogge) sorgt für Nachschub der Kämpfer, die unter schlechten Bedingungen kämpfen, manchmal auch um ihr Leben fürchten müssen.

Carsten (Tillmann Strauß) arbeitet undercover bei der Polizei

Und hier treffen die Akteure aufeinander: Ana, die mit ihrem Fund zur Polizei gehen will, gerät damit in Gefahr und trifft plötzlich auf Carsten (Tillmann Strauß), ihren entfremdeten Bruder. Der kein Krimineller, sondern verdeckter Ermittler bei der Polizei ist. Nicht nur für die Kämpfer in der Arena, sondern auch für die anderen geht es schließlich um weit mehr als nur gewinnen oder verlieren…

Der Film LIMBO wurde in einer einzigen, fortlaufenden Einstellung gedreht und nimmt die Zuschauer*innen auf eine rasante Tour in seine (kriminellen) Welten mit. Erzählzeit ist hier Echtzeit. 90 Minuten Leben in 90 Minuten gedrehtem Film. Allein das macht den Film schon sehr sehenswert, weil er dieses lebensechte Tempo entwickelt und authentisch wirkt. Die Story ist fesselnd und schlüssig mit einem dramatischen Ende. Die Schauspieler sind sehr überzeugend und der Filmsound von David Reichelt sorgt zudem für ein ganzheitliches und tolles Kinoerlebnis.

LIMBO
KINOSTART: 20.02.2020
VERLEIH
NORDPOLARIS

Der Film LIMBO feierte auf dem diesjährigen 37. Filmfest München seine Welt- und im Wettbewerb des Oscar®-qualifying Austin Film Festival seine internationale Premiere.

Darüber hinaus hat der Film schon jetzt mehrere Auszeichnungen erhalten, u.a. den renommiertesten deutschen Nachwuchsproduzentenpreis (VGF-Preis 2019). Aktuell ist er in Einreichung für den Bayerischen bzw. Deutschen Filmpreis.

Alle Fotos ©NORDPOLARIS

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