HANNE DARBOVEN – DER REGENMACHER – Museum Küppersmühle

image

Die bildende Künstlerin Hanne Darboven studierte von 1962 bis 1965 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Willem Grimm und Almir Mavignier. Danach ging sie 1966 für zwei Jahre nach New York. Dort isolierte sie sich zunächst, um ihren eigenen künstlerischen Weg zu finden. Später freundete sie sich mit Künstlern der Minimal Art an, darunter die Künstler Sol LeWitt und Carl Andre. In dieser Zeit entstanden auch die ersten seriellen konstruktionsartigen Zeichnungen auf Millimeterpapier unter Einbeziehung von Kalenderdaten.

Eine ungewöhnliche Künstlerin, die sich mit Zahlen, Mathematik und Geometrie künstlerisch auseinandersetzte. 1980 begann sie, ihre Zahlensysteme sogar nach einem einfachen Prinzip in Notenfolgen umzusetzen. Die international renommierte Künstlerin starb am 9. März 2009 im Alter von 67 Jahren an Lymphdrüsenkrebs.

Das Museum Küppersmühle in Duisburg zeigt vier große Werkzyklen von Hanne Darboven (1941–2009) aus der Sammlung Ströher, die aus rund 2.000 einzelnen Blättern bestehen und mühelos die 6 Meter hohen Museumswände füllen: Der Regenmacher, Soll und Haben, Welttheater ‘79 und Ansichten ‘85. Sie sind exemplarisch für das Denken und Schaffen der Künstlerin und werden durch biografische Einblicke ergänzt.

Die ARD-Wettermoderatorin Claudia Kleinert und MKM-Direktor Walter Smerling, der die Darboven-Ausstellung kuratiert hat, haben den Regenmacher virtuell eröffnet. Auf ihrem digitalen Rundgang geben sie erste Einblicke in das Werk der Konzeptkünstlerin. Zugeschaltet ist zudem Klaus Honnef, Kunsthistoriker und langjähriger Wegbegleiter Hanne Darbovens.

www.museum-kueppersmuehle.de

Titelfoto: Hanne Darboven, Der Regenmacher, 1985, Installationsansicht MKM, 2020
MKM Museum Küppersmühle, Duisburg Sammlung Ströher / © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: MKM

Send this to friend