BAP – gestern Abend im Heimathafen

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Clueso, Stefan Stoppok, Thees Uhlmann und Trompeter Martin Wenk von Calexico. Eine ungewöhnliche Künstlertruppe mag man vielleicht denken. Doch alle waren gestern Gäste beim Showcase zum neuen Album „Lebenslänglich“ von Niedeckens BAP, das die Kölsch-Rockband gestern im ausverkauften Neuköllner Heimathafen vorstellte. Der Kulturblog war dabei. Das rund zweistündige Konzert war Auftakt zur diesjährigen Tour, die die Band anlässlich ihres 40 jährigen Jubiläums in den kommenden Monaten durch ganz Deutschland macht. Pünktlich kamen Wolfgang Niedecken und seine Band auf die Bühne. Sie wurden frenetisch begrüßt. Ja, BAP hat auch hier in Berlin zahlreiche Fans.

Wohltemperierter Mix neuer und alter Songs

Die Setlist war ein wohltemperierter Mix aus neuen und älteren Stücken, bei denen sich rockige und ruhige Songs die Waage hielten . Mit „Alles Relativ“, dem ersten Song auf dem neuen Album eröffnete Niedecken den gestrigen Abend und traf sofort den richtigen Nerv bei seinen Fans, so dass die Stimmung gleich so war, wie man sie von BAP-Konzerten kennt. Zu jedem Stück erzählte Niedecken eine kleine Geschichte. Als er den BAP-Song „Kristallnacht“ ankündigte, bemerkte er, dass er eigentlich mal gehofft hatte, dieses Stück nicht mehr singen zu müssen. Die sich in Deutschland zunehmend ausbreitende Fremdenfeindlichkeit mache es jedoch wieder aktuell. Der Song geht immer noch unter die Haut, so wie die anderen älteren Stück „Jupp“, „Frau, ich freu mich“ und „Do kanns zaubere“. Mit dem Song „Helden“, bei dem die Band mit allen Gastmusikern auf der Bühne stand, verbeugte sich Niedecken vor dem am Sonntag verstorbenen David Bowie. Klar, dass die Band ohne ihr Markenzeichen „Verdamp lang her“ nicht von der Bühne gehen durfte. Eines der Höhepunkte des tollen Konzertabends, der zeigte, dass BAP nach wie vor eine herausragende Live- Band ist.
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