Für die Ewigkeit – Über Liebe und andere Grausamkeiten

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Buenos Aires 1902: Verschiedene Welten treffen aufeinander, als der aus Deutschland geflohene Student Jörg Jäger sich auf die Stelle eines Klavierlehrers bei der schönen Fabrikantentochter Francisca Alameda bewirbt. Er hat kaum noch Geld und hofft, dass seine gefälschten Papiere nicht auffallen. Sie ist eine verwöhnte und überaus schöne junge Frau, die weiß, was sie will. Der Fabrikant gibt ihm schließlich eine Chance. Letztlich aber muss er der Schülerin gefallen. Er verfällt ihr sofort, verbirgt zunächst seine Gefühle, um den Job nicht gleich wieder zu verlieren. Als Francisca zufällig einen Blick auf die Papiere des Lehrers wirft, der sich in Argentinien Jorge Jega nennt, fallen ihr Ungereimtheiten auf. Sogleich bittet sie einen entfernten Verwandten, Nachforschungen anzustellen. Die fallen eindeutig aus. Jorge wird wegen eines angeblichen Verbrechens, das er in Deutschland begangen hat, gesucht.

Fredo Torres hat das schnell herausgefunden und verfolgt jetzt einen perfiden Plan. Er liebt Francisca und schlägt ihr einen Handel vor, den sie jedoch aus tiefstem Herzen ablehnt. Inzwischen liebt sie ihren blonden deutschen Klavierlehrer sehr. Beide beschließen zu fliehen. Die Flucht treibt sie quer durch Südamerika. Sie endet, als Fredo Torres, der die junge Cousine für sich will, sie aufspürt. Nach tragischen und auch komischen Komplikationen kommt es schließlich zu einer folgenschweren Entscheidung, die Jorge treffen muss.

Für die Ewigkeit ist kein trivialer Liebesroman, sondern eine rasant erzählte, mitunter auch komische Liebesgeschichte aus einer vergangenen Zeit, die der Autor vor unseren Augen entstehen lässt. Wunderbar und mit leichter Hand geschrieben.

Für die Ewigkeit – Die Flucht von Cis und Jorge Jega

Autor: Helmut Krausser

192 Seiten
EAN 978-3-8270-1204-3

Berlin-Verlag

Helmut Krausser, geboren 1964 in Esslingen, schreibt Romane, Erzählungen, Lyrik, Tagebücher, Hörspiele, Theaterstücke, Drehbücher und komponiert Musik. Von ihm erschienen u.a. „Fette Welt“ (1992), „Melodien oder Nachträge zum quecksilbernen Zeitalter“ (1993), „Thanatos“ (1996), „Der große Bagarozy“ (1997), „UC (Ultrachronos“ (2003), „Eros“ (2006), „Die kleinen Gärten des Maestro Puccini“ (2008), „Einsamkeit und Sex und Mitleid“ (2009), „Die letzten schönen Tage“ (2011), „Nicht ganz schlechte Menschen“ (2012) und zuletzt „Gebrauchsanweisung für den FC Bayern München“ (2015) sowie die Romane „Alles ist gut“ (2015), „Geschehnisse während der Weltmeisterschaft“ (2018) und „Trennungen. Verbrennungen“ (2019). Mehrere seiner Bücher wurden verfilmt und seine Werke wurden in alle wichtigen Sprachen übersetzt. Er lebt in Berlin.

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