Dream Lover – Ruth Marten im Max Ernst Museum Brühl

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Die verstörenden, aber auch witzigen Werke der amerikanischen Künstlerin Ruth Marten sind erstmals in einer Retrospektive in Europa zu sehen. Das Max Ernst Museum Brühl des LVR zeigt rund 200 Arbeiten auf Papier, Gemälde und Objekte aus nahezu fünf Jahrzehnten der Künstlerin.

Die in New York City geborene und dort lebende Künstlerin arbeitete in den 1970er-Jahren als Tätowiererin und war ab 1980 als Illustratorin für zahlreiche Magazine und Zeitschriften (u.a. The New Yorker, Time Magazine), für Buch- und Musikverlage und zeitweise auch als Modezeichnerin (Vogue und Harper’s Bazaar) tätig. Seit Ende der 1980er Jahre setzte sie sich künstlerisch intensiv mit dem Thema „Haar“ auseinander und reflektierte darin u.a. kritisch ihre eigenen Erfahrungen mit gesellschaftlichen Normen und Idealen.

Die seit 2006 entstandenen Werke bilden in der Ausstellung den Mittelpunkt. Hier hat die Künstlerin Druckgrafiken vergangener Jahrhunderte, die sie auf sonntäglichen Flohmarkt-Besuchen entdeckte, zeichnerisch und malerisch ergänzt, verfremdet oder für Collagen genutzt.

Die Ausstellung Ruth Marten – Dream Lover ist in Zusammenarbeit mit der Künstlerin anlässlich ihres 70. Geburtstages entstanden und vermittelt erstmals einen umfassenden Einblick in ihr Werk, in dem sich Traum und Realität auf ganz eigene Weise verbinden.

Zum Titel der Schau „Dream Lover“ ließ sich Ruth Marten von dem gleichnamigen Bobby Darin-Song aus dem Jahr 1959 inspirieren:
„I don´t want to dream alone.“

vom 14. Oktober 2018 bis zum 24. Februar 2019

Max Ernst Museum Brühl des LVR

Titelbild:
Ruth Marten, Fountains & Alligators, #4 (Springbrunnen und Alligatoren, Nr. 4), 2015, Tusche und Aquarell auf Papier, Sammlung Gail Skoff, Berkeley, Kalifornien © 2018 Ruth Martenbilder