BOOKSMART – ein Film über Freundschaft

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Das Highschool-Leben kann einem jungen Menschen enorm viel abverlangen. Das müssen auch die zwei besten Freundinnen Amy (Kaitlyn Dever) und Molly (Beanie Feldstein) kurz vor ihrem Abschluss feststellen. Mehr noch, sie haben zwar Bestnoten erzielt, aber sehr selten Spaß gehabt. Die Elite-Uni ist ihnen zwar sicher, aber so geht es auch ihren Mitschülern, stellen sie entsetzt fest. Die hatten jedoch jede Menge Fun auf Partys und Events. Zwar sind Molly und Amy sich sicher, ihre Freundschaft ist das Beste, was ihnen passieren konnte. Doch jetzt kurz vor Schluss wollen sie wenigstens ein wenig Versäumtes nachholen.

Ihre Unerfahrenheit lässt sie dabei in seltsame Situationen hineinstolpern. Die beiden machen Erfahrungen, auf die sie lieber verzichtet hätten. Erst auf der Party bei Jared (Skyler Gisondo), der trotz Reichtum Mangel an Freundinnen leidet, dann auf der Themenparty, die zwei Theaterfreaks veranstalten.

Molly und Amy Credit: Francois Duhamel / Annapurna Pictures

Doch der Blick der Freundinnen auf ihre Mitschüler verändert sich. Sie sehen plötzlich, was ihnen in der Schule verborgen geblieben ist. Ihre Mitschülerinnen sind komplexer und liebenswerter als sie auf den ersten Blick scheinen. Molly, die in den männlichen Star der Schule verliebt ist, erlebt nicht das, was sie sich gewünscht hat. Und Amy macht erste praktische Liebeserfahrungen mit einer jungen Frau, die wie häufig beim ersten Mal ohne Höhepunkt endet.

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Beanie Feldstein als Molly und Kaitlyn Dever als Amy in BOOKSMART
Credit: Courtesy of Annapurna Pictures

Regisseurin Olivia Wilde geht dabei ganz behutsam vor. Mit Humor und Sensibilität zeichnet sie die Hauptfiguren, deren Freundschaft unumstößlich ist. Die jungen Schauspielerinnen spielen überraschend souverän und professionell. Die Dialoge sind witzig und intelligent. Der Schnitt und das Tempo vermitteln den enthusiastischen Willen der beiden jungen Frauen, jetzt schnell noch etwas zu erleben. Doch leichtfertig und dumm sind sie dennoch nicht.

Man merkt dem Film an, dass das Drehbuch von Frauen – Katie Silberman, Emily Halpern, Sarah Haskins und Susanna Fogel – verfasst wurde und die Regisseurin allen Klischees aus dem Weg gegangen ist. Damit ist Olivia Wilde umso mehr eine erfrischende und rasante Debütkomödie gelungen.

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