BEWARE OF MR. BAKER – FilmTipp

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Ginger Baker ist der beste Schlagzeuger der Welt! Der „Teufelsschlagzeuger“ ist der exzentrische Mittelpunkt des schlagkräftigen Dokumentarfilms BEWARE OF MR. BAKER. Bekannt wurde er mit den Bands ‚Cream’ und ‚Blind Faith’, zu sich selbst fand er jedoch erst in den frühen 70ern in Nigeria durch die Bekanntschaft mit Fela Kutis Afrobeat.

Ginger Baker führte ein Leben im Rausch von Musik und Drogen. BEWARE OF MR. BAKER ist die Lebensgeschichte des heute 73-jährigen brachial-brillanten Schlagzeugers, der seine Karriere in Alexis Korners ,Blues Incorporated‘ und der ‚Graham Bond Organization’ begann. Im Film kommen diese und andere seiner alten Zeit- und Musikgenossen wie Eric Clapton, Steve Winwood, Charlie Watts, Carlos Santana und seine Ex-Frauen sowie einige Kinder zu Wort. Mittlerweile leben der Drummer und seine vierte Frau zusammen mit 39 Polo-Ponys in Südafrika, die, wie er sagt, zu seinem finanziellen Ruin geführt haben.
BEWARE OF MR. BAKER zeigt die Genialität des begnadeten Schlagzeugers ebenso, wie seine aggressive Kraft und Unberechenbarkeit, mit der er sich durchs Leben trommelte. Nicht minder ungewöhnlich ist auch die Karriere des Regisseurs Jay Bulger: Ex-Model zum Beispiel für Armani, Calvin Klein, Dolce & Gabbana, Autor für Magazine wie Rolling Stone, New York Magazine, Harper´s Bazaar und bekannt für zahlreiche Musikvideos und Werbespots. Als Ex-Boxer schlug er nicht mit Sticks, sondern mit den Fäusten – und doch war er es, dem Ginger Baker am letzten Drehtag das Nasenbein zerschlug.

 

Dokumentarfilm

mit:
Ginger Baker
Bill Ward
Carlos Santana
Chad Smith
Charlie Watts
Eric Clapton
Femi Kuti
Steve Winwood
Drehbuch & Regie Jay Bulger

Im Verleih von NFP marketing & distribution

Filmstart:19.12.2013

Ginger Baker wurde unmittelbar vor dem zweiten Weltkrieg im Südosten Londons geboren. Die einzige Erinnerung, die ihn mit seinem Vater verbindet, ist der Augenblick, als er dem Zug hinterher rennt, in dem sein Vater in den Tod fuhr. Er schwor sich, niemals wieder, weder in seinem Leben noch in seiner Musik, auf der Strecke zu bleiben.
Den Spitznamen „Ginger“ bekam der begnadete Drummer wegen seiner roten Haare. Vielleicht nennt man ihn auch deshalb den genialen „Teufelsschlagzeuger“.
Er begann mit der Musik relativ unspektakulär bei Terry Lightfoot und Mr. Acker Bilk – das war 1955! Ende der 50er Jahre lernte er Alexis Korner kennen und ersetzte 1962 Charlie Watts als Schlagzeuger in Alexis Korners ‚Blues Incorporated’. 1966 entstand auf seine Initiative die Gruppe ‚Cream’ mit Eric Clapton an der Gitarre und Jack Bruce am Bass. Nach der Auflösung der legendären Band spielte Ginger Baker mit Eric Clapton, Steve Winwood und Ric Grech in der nicht minder legendären Gruppe ‚Blind Faith’, die sich im September 1969 nach der Veröffentlichung des Albums Blind Faith und einer anschließenden, sehr erfolgreichen Tournee wieder auflöste.
Baker gründete 1970 seine eigene Band ‚Ginger Baker’s Air Force’, die jedoch schon im Frühjahr 1971 wieder aufgelöst wurde. Mitglieder waren u.a. Steve Winwood, Graham Bond, Ric Grech, Denny Laine und Chris Wood.
Anfang der 70er zog es Baker nach Nigeria. Dort baute der „Teufelsschlagzeuger“ ein Tonstudio auf, in dem er jahrelang mit seinem neu gewonnnen Kollegen Fela Kuti zusammenarbeitete. So wurde der Rock’n Roller einer der ersten westlichen Musiker, der afrikanische Musik erkundete und populär machte. Dass Lagos zu diesem Zeitpunkt ein gefährliches Krisengebiet war, machte ihm nichts aus, bis er schließlich doch aus dem Land vertrieben wurde und nach Amerika ging. Wo er kurze Zeit später wieder seinem selbstzerstörerischen Drogenkonsum verfiel.
Es folgten weitere Bands wie etwa 1980 ‚Hawkwind‘ oder 1990 ‚Masters of Reality‘, er tourte, nahm CDs auf und widmete sich seinem zweitwichtigsten Beruf – dem Polo und seiner Pferdezucht. 2005 gab es in der Londoner Royal Albert Hall einen lange ersehnten Auftritt der „alten“ Formation ‚Cream’, die in Originalbesetzung ihr ehemaliges Repertoire präsentierte.

 

Foto: Ginger Baker (l.) und Regisseur Jay Bulger © NFP*

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