Balbina im Interview

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Gerade hat Balbina ihr ungewöhnlich schönes Album  “Über das Grübeln” veröffentlicht. Jetzt  freuen wir uns, dass sie unsere Fragen beantwortet hat.

DKB: Dein neues Album, das vergangene Woche herauskam, trägt den Titel “Über das Grübeln”. Hältst Du Grübeln für wichtig und positiv?

Balbina: Denken ist das, was wir Menschen gut können. Nachdenken ist wiederum die bewusste Entscheidung sich mit einem bestimmten Thema zu beschäftigen. Das Nachdenken fördert also jegliche Form von Entwicklung und Verständigung. Da das Grübeln für mich die extreme Form des Nachdenkens ist, ist es grundsätzlich nichts Verkehrtes. Jedoch sollte man dem Grübeln nicht die Kontrolle über sein Leben überlassen. Sonst sind schlaflose Nächte und das Laufen gegen Laternen unausweichlich.

DKB: In deinen Texten sind die Dinge und Sachen oft anders als sie gewöhnlich erscheinen, da flüstern Heizungsrohre und vieles mehr. Die Umgebung scheint Dir mehr zu bieten als den meisten Menschen. Woher kommt Deine fantasievolle Betrachtungsweise und Deine Poesie in den Texten?

Balbina: Ich bin vom Alltag inspiriert, weil ich glaube, dass uns die Umwelt im Selbstverständlichen viele kleine Antworten auf die großen Fragen gibt. So inspirieren mich Seife, Fenster oder auch Oropax!

DKB: Hörst du immer noch gerne ABBA ?

Balbina: Wenn es im Radio läuft, mach ichs sofort lauter. Aber bewusst würde ich es wahrscheinlich nicht mehr so oft einlegen.

DKB: Was oder wer inspiriert dich heute?

Balbina: Wirklich das normale und durchschnittlich wirkende.

DKB: Freust Du dich auf die bald beginnende Tournee?

Balbina:Oh ja! Aber mit all dem nötigen Respekt vor der Aufgabe.

DKB: Glaubst Du, dass Du deine Musikrichtung einmal drastisch verändern wirst, oder möchte du musikalisch so bleiben?

Balbina: Ich denke, das ist so offen wie das Leben selbst. Man kann immer etwas erwarten, aber was am Ende passiert, ist nicht absehbar.

DKB: Könntest Du Dir bei Deiner Begabung für Texte vorstellen, einmal ein Buch zu schreiben?
Balbina: Bis jetzt würde ich es mir nicht zutrauen. Aber wer weiß!

DKB: Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?

Zola- Paradies der Damen

DKB: Auf Deinen Pressefotos trägst du sehr ungewöhnliche Kleider. Hast Du sie selbst entworfen?

Balbina: Ich gestalte meine Videos und Fotos selbst. Für diese Projekte entwirft dann die Designerin Susann Bosslau speziell wunderbare Kostüme.

DKB: Ist dir Mode wichtig?

Balbina: Mode ist für mich zeitlich begrenzt, sie ist Trend. Ich mag Kleider, die als Projektionsfläche universell genutzt werden können für meine Kunst. Unabhängig von dem was gerade en vogue ist.

DKB: Möchtest du mit deiner Musik irgend etwas verändern?
Balbina: Ich möchte, dass sie den einen oder anderen Zuhörer findet, der sich vielleicht in ihr entdeckt.

Balbina, herzlichen Dank für die Beantwortung der Fragen, wir wünschen Dir sehr viel Erfolg für Deine weitere künstlerische Arbeit!

Foto © by Nico Wöhrle