Balanchines Jewels funkeln in der Oper Berlin

Gestern Abend in der Oper Berlin wurde zum vorletzten Mal in dieser Saison das berühmte Ballett „Jewels“ aufgeführt. Drei Akte, die nach den Juwelen Smaragde, Rubine und Diamanten benannt sind und die Schönheit, Seltenheit und Kostbarkeit dieser Edelsteine in den tänzerischen Visionen des großen georgisch-amerikanischen Choreografen und Musikers George Balanchine zeigen.

Smaragde sind grün und darum sah man, als sich der Vorhang zum ersten Akt öffnete, ein in grünem Samt gehaltenes Bühnenbild von Pepe Leal. Zehn Tänzerinnen in langen Tutus und grünen, mit glitzernden Steinen besetzten Oberteilen, begleitet von Tänzern mit ebensolchen verzierten Oberteilen, tanzten zu der Musik von Gabriel Urbain Fauré. Anmutig, ja geradezu elegisch und elegant bewegten sich die „Emeralds“ in verschiedenen Ballettvariationen: Pas de deux und Trio. Zudem die Soloauftritte von Krasina Pavlova und Marian Walter, die wunderbar anzusehen waren.

Kaum hatte sich der Vorhang nach der Pause zum zweiten Akt des Balletts geöffnet, ging ein Raunen durch den Saal. Die „Rubies, machten schon in ihren hübschen kurzen, rubinroten Kostümen den Edelsteinen alle Ehre: Die Choreografie war temperamentvoller, moderner, witziger und erinnerte teilweise an eine Revue, durch die kunstvollen klassischen Soloparts der Solisten Iana Salenko und Dinu Tamazlacaru auf die „Spitze getrieben“. Die Choreografie folgte der Musik, dem Capriccio für Klavier und Orchester von Igor Strawinsky. Das Publikum reagierte begeistert und gab am Ende stürmischen und lang anhaltenden Applaus, bevor es in die letzte Pause und den letzten Akt des Abends ging.

„Diamonds“ nach der Musik von Peter Tschaikowsky, und zwar die vier der fünf Sätze seiner Sinfonie Nr. 3, ließ die Tänzer*innen in wunderbaren Gruppierungen und beeindruckenden Soli erstrahlen. „Diamonds“ gipfelt in einer großen Polonaise, dem letzten funkelnden Auftritt, und ein wunderbarer Ballettabend ging zu Ende.

Die Präzision der Tänzer*innen des Berliner Staatsballetts und die Schönheit der Choreografie, sowie die tollen Kostüme des Modeschöpfers Lorenzo Caprile haben mich sehr beeindruckt. Fans des klassischen Balletts sollten sich Jewels nicht entgehen lassen.

Letzte Vorstellung 19.6., Tickets unter 20 60 92 630 www.staatsballett-berlin.de

Wir verlosen 1×2 Karten für die letzte Vorstellung am 19.6.2015

E-Mails an kontakt@der-kultur-blog.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Verlosung endet am Mittwoch 16.6. 24:00 Uhr

 

Foto: Jewels © Carlos Quezada

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