67. Frankfurter Buchmesse

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Die 67. Frankfurter Buchmesse (14. bis 18. Oktober) hat begonnen und wir haben einige interessante Details zum Thema Buch und Buchmesse zusammengetragen:

Der Preis der Frankfurter Buchmesse für die Beste Internationale Literaturverfilmung geht in diesem Jahr an den US-Filmregisseur Todd Haynes für CAROL. Der Film beruht auf dem 1952 erschienenem Roman von Patricia Highsmith The Price of Salt (deutscher Titel: Carol – Salz und sein Preis, deutsche Ausgabe bei Diogenes). Die mit Cate Blanchett und Rooney Mara herausragend besetzte Produktion lief in diesem Jahr im Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes, wo Rooney Mara den Preis als „Beste Darstellerin“ erhielt.

Der Preis der Frankfurter Buchmesse für die Beste Internationale Literaturverfilmung wird am Dienstag, 20. Oktober 2015 anlässlich der Deutschlandpremiere des Filmes in Berlin an Todd Haynes verliehen.

Zum Inhalt: Im New York der 1950er-Jahre führt Carol Aird (Cate Blanchett) eine unerfüllte Ehe mit ihrem wohlhabenden Mann Harge (Kyle Chandler). Sie lernt die junge Therese (Rooney Mara) kennen, die in einem Kaufhaus arbeitet und von einer Karriere als Fotografin träumt. Auf einer gemeinsamen Reise entwickelt sich eine ganz besondere Bindung zwischen ihnen – und schließlich die große Liebe. Harge akzeptiert das neue Glück seiner Frau jedoch nicht: Er beauftragt einen Privatdetektiv damit, dem frisch verliebten Paar zu folgen und entscheidende Beweise für das laufende Scheidungsverfahren zu sammeln. Carol muss schon bald um das Sorgerecht für ihre geliebte Tochter kämpfen.

„In aufwändig komponierten Aufnahmen lässt Todd Haynes die repressiven 1950er Jahre wiederaufleben. Er erzählt in CAROL eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen, die sich über die engen gesellschaftlichen Moralvorstellungen hinwegsetzen. Wie schon in DEM HIMMEL SO FERN zeigt Todd Haynes auch hier ein Kino der großen Gefühle, ohne kitschig oder sentimental zu wirken“, begründet Juergen Boos die Auswahl.

Todd Haynes, geboren 1961, gewann mit der fiktiven Bob-Dylan-Biografie I’M NOT THERE 2007 den Großen Preis der Jury der 64. Filmfestspiele von Venedig, seine Hauptdarstellerin Cate Blanchett erhielt dafür die Coppa Volpi. Mit dem Melodram DEM HIMMEL SO FERN (2002) hat Haynes Julianne Moore zum Darstellerpreis von Venedig verholfen. Er selbst wurde 2003 für diesen Film mit dem Chlotrudis Award für die Beste Regie ausgezeichnet. 2011 wurde er in die Wettbewerbsjury der 68. Internationalen Filmfestspiele von Venedig berufen. Im selben Jahr drehte er die fünfteilige Fernsehserie „Mildred Pierce“ mit Kate Winslet nach dem Roman von James M. Cain.

CAROL startet im Verleih von DCM am 17. Dezember 2015 in den deutschen Kinos

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Bastei Lübbe AG ruft Stefan-Lübbe-Preis ins Leben

Die Kölner Bastei Lübbe AG erinnert an ihren Verleger Stefan Lübbe, der heute vor einem Jahr in Südfrankreich verstarb. Zu seinem Andenken wird nun der Stefan-Lübbe-Preis ins Leben gerufen, ein Buchpreis und Wettbewerb für neue Talente. Der Preis wird alle zwei Jahre ausgelobt, er wird zu wechselnden Genres stattfinden, die Gewinnerin oder der Gewinner erhält 10.000 EUR und einen Buchvertrag. Mitmachen dürfen ausschließlich Debütantinnen und Debütanten. Vollständige Manuskripte (plus Exposé und Lebenslauf) können ab sofort eingereicht werden an: Bastei Lübbe AG, Lektorat Programm/Bereich Stefan-Lübbe-Preis, Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln oder unter der Email-Adresse: stefan-luebbe-preis@luebbe.de, Einsendeschluss ist der 31. März 2016. Für den ersten Wettbewerb starten wir mit dem Genre Science Fiction.

Auf der Frankfurter Buchmesse 2016 wird der Preisträger bekannt gegeben und der Presse vorgestellt. Das Gewinner-Buch erscheint dann zur Buchmesse 2017, wo dann auch der zweite Wettbewerb ausgelobt und das neue Genre bekannt gegeben werden.

Bastei Lübbe Vorstandsvorsitzender Thomas Schierack: „Wir möchten mit diesem Preis nicht nur das Andenken an unseren Verleger in der Buchbranche und der Öffentlichkeit wachhalten, sondern auch genau das weiterführen, was Stefan Lübbe immer am Herzen lag: Die Förderung neuer Talente. Und da Stefan Lübbe bekennender Science Fiction-Fan war, lag das Genre für den ersten Wettbewerb sozusagen auf der Hand.“

Übrigens: Für Bücher wie Romane, Sach-, Kinder- und Lehrbücher gaben die Haushalte 132 Euro im Jahr 2013 aus, so das statistische Bundesamt.

Foto: © Frankfurter Buchmesse

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